Neues EDL-G verabschiedet: Gastbeitrag


Wieder ein Gastbeitrag der MPW, diesmal zum Thema Energiedienstleistungsgesetz und den Neuerungen, die der Bundestag in der Nacht vom 26. auf 27.06.2019 beschlossen hat:

Eine Ausnahme für Unternehmen mit einem Gesamtenergie-Verbrauch von unter 500.000 kWh im Jahr bei der Pflicht zur Durchführung eines Energieaudits hat der Bundestag in der Nacht vom 27.06.2019 auf den 28.06.2019 mit der Novelle des EDL-G beschlossen. Diese Regelung soll zu einer Entlastung von ca. 2.800 Unternehmen in Deutschland führen.

Darüber hinaus soll mit dem neuen EDL-G die Qualität der Energieaudits angehoben werden, da neue Anforderungen an die Aus- und Fortbildung von Auditoren enthalten sind sowie die Auditberichte enthalten sind. Hierzu hatte das BAFA bereits Anfang diesen Jahres ein neues Merkblatt herausgegeben. 

Ebenfalls neu ist die Verpflichtung der Unternehmen, das BAFA über die Durchführung eines Energieaudits innerhalb einer Frist von 2 Monaten nach Beendigung des Audits zu informieren. Hierbei sind dem BAFA nicht nur die Durchführung anzuzeigen, sondern auch weitere Informationen unter anderem zu Energieverbrauch und -kosten des Unternehmens oder den vorgeschlagenen Maßnahmen inklusive damit verbundener Investitionen zu übermitteln.

Es bleibt abzuwarten, wann der Gesetzgeber die übrigen Gesetzgebungsvorhaben im Energiebereich wie das Gebäudeenergie-Gesetz oder das Klimaschutzgesetz zum Abschluss bringen wird…. 

Carsten Ahrens, Partner bei MPW

Michael Hill
Rechtsanwalt | Partner

Mandant Consolinno revolutioniert das Energiesystem


Unser Mandant Consolinno Energy GmbH ist auf dem Weg, das Energienetz zu revolutionieren. Durch den Einsatz künstlicher Intelligenz können auch kleinere dezentrale Erzeugungsanlagen in der Nieder- und Mittelspannung zusammenarbeiten und das Netz so stabilisieren und stärken.

Consolinno hat eine Technologie entwickelt, die es ermöglicht, dass dezentrale Erzeugungsanlagen (KWK-Anlagen, Wärmepumpen, Biogasanlagen etc.) in der Lage sind, selbstständig mittels künstlicher Intelligenz bei Engpasssituationen im Stromnetz zur Stabilisierung des Netzes überschüssige Energie einzuspeisen. Die Anlage stellt durch die neue Technologie selbstständig ihr Flexibilitätspotenzial fest und kann so ohne Fremdeinwirkung bestimmen, wie viel Energie ins Netz eingespeist werden kann und soll.

„Wir haben mit dieser Hard- und Softwarelösung erstmalig einen neuartigen, intelligenten Prozess entwickelt, welcher die Flexibilitäten verschiedenster Kleinanlagen im laufenden Betrieb aggregiert und dynamisch sowie aktiv dem Netzbetreiber zur Verfügung stellt. Damit erreichen wir die Wirkungskraft konventioneller Großkraftwerke. Das System reagiert durch die Aggregation äußerst schnell auf Schwankungen, wodurch die Stabilität des Stromnetzes der Zukunft – in welchem nach und nach zentrale, konventionelle Großkraftwerke durch dezentrale, volatile Erzeuger ersetzt werden – erhalten werden kann.“

Klaus Nagl, Geschäftsführer der Consolinno Energy GmbH

Das volle Potential der neuen Technologie wird dann ausgeschöpft, wenn sämtliche oder eine hohe Anzahl dezentraler Erzeugungsanlagen an dem neuen System teilnehmen.

In Zusammenarbeit mit dem Verteilnetzbetreiber Bayernwerk Netz GmbH und dem Übertragungsnetzbetreiber TenneT TSO GmbH hat Consolinno die ersten Testläufe für das neue System inzwischen erfolgreich vollzogen.

Yannick Stahl                                                                          Michael Hill
Associate                                                                                 Partner

NABEG mit Änderungen bei Umsetzungsfrist der Messkonzepte veröffentlicht


Das „Gesetz zur Beschleunigung des Energieleitungsbaus“ (auch „NABEG II“ genannt) ist nun veröffentlicht und in weiten Teilen seit dem heutigen 17.05.2019 in Kraft.

Neben den wichtigen Änderungen beim Einspeisemanagement, nunmehr von konventionellen und erneuerbaren Anlegen im EnWG, ab 01. Oktober 2021, geregelt und weiterer relevanter Änderungen im Energierecht hat vor allem die Änderung des § 104 Abs. 11 EEG 2017 unmittelbare Auswirkung.

Wie bereits berichtet wird darin die Übergangsfrist zur Umsetzung eines funktionierenden Messkonzepts zur Abgrenzung von Eigen- und Drittverbrauch aus Erzeugungsanlagen, aber auch hinsichtlich der besonderen Ausgleichsregelung, auf den 31.12.2020 verlängert.

Damit müssen erst im Jahr 2021 die Messkonzepte umgesetzt und voll funktionsfähig sein, was unseres Erachtens damit ggf. die Möglichkeit gibt, bereits dann intelligente Messsysteme dabei einzusetzen.

Michael Hill
Partner